Besuch bei der Deutschen Flugsicherung

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) gab uns am Samstag den 03. Dezember die Gelegenheit hinter die Kulissen zu blicken und so fuhren wir in Marktoberdorf in aller Früh los. Mit dem Bayernticket und per Zug ging es nach München, genauer gesagt zum Gebäude der DFS am Franz-Josef-Strauß Flughafen.

Für uns “Sichtflieger” stellt die DFS den FIS-Dienst zur Verfügung. FIS bedeutet Flight Information Service und bietet allerhand nützliche Informations- und Servicemöglichkeiten vom Wetter, über Informationen zu Sperrgebieten, Luftdruck, Flugplan öffnen und schliessen und ggf. auch Verkehrsinformationen. Vor allem waren wir neugierig und gespannt auf die Antworten zu unseren Fragen: wo sitzt die FIS und wie schaut es dort aus? Was gibt es ausser einem Funkgerät am Arbeitsplatz? Welche weiteren Hilfsmitteln und Möglichkeiten haben die FIS-Spezialisten? Welche Hilfestellungen können und dürfen sie geben?

Der gegenseitige Austausch stand während unseres Besuches im Vordergrund: welche Möglichkeiten oder Wünsche existieren auf beiden Seiten. Es war sehr interessant und lehrreich zu erleben, wie die FIS-Spezialisten arbeiten, den Arbeitsplatz und die Möglichkeiten zu sehen und vor allem auch in Erfahrung zu bringen, welche Hilfestellungen sie leisten können. Besonders anschaulich war der “live”-Verkehr, den wir mithören und miterleben durften. So erhielten wir einen guten Einblick in die Abläufe und konnten viele Informationen für die Zukunft mitnehmen. Die Damen und Herren der FIS haben öfter mal alle Hände voll zu tun, so dass sie eventuell auch mal nicht immer gleich am Funk antworten können. So war während unseres Besuchs ein Flugzeug mit Flugplan unterwegs. Beim Aufgeben oder Verarbeiten des Flugplans hatte sich ein Zahlendreher eingeschlichen, so dass hier Koordinierungsaufwand mit den entsprechenden Radar-Stationen notwendig wurde und somit trat bei der ein oder anderen Anfrage von anderen Flugzeugen leichte Verzögerung ein. Trotzdem wurden alle Anfragen angenommen und professionell beantwortet.

Spätestens jetzt hat wohl jeder die Scheu vor FIS verloren und wird – bei Bedarf – per Funk den Kontakt herstellen, und den Service der FIS nutzen. Schon allein vor dem Hintergrund einer sicheren und stressfreien Navigation, versorgt uns FIS zielgerecht mit sachorientierten und nützlichen Informationen.
In vielen Fällen ist schon die einfache Hörbereitschaft auf der FIS-Frequenz sehr hilfreich. Es wird nicht selten seitens FIS empfohlen, in jedem Fall die richtige FIS-Frequenz zu rasten und mitzuhören!

Ein paar Anekdoten über skurrile Ereignisse durften wir natürlich auch erfahren. Der Job eines FIS-Spezialisten ist wirklich sehr verantwortungsvoll und abwechslungsreich.

Ein herzliches Danke an die FIS! Wir werden uns in den kommenden Jahren sicher noch öfter hören und wissen, dass wir stets professionell Betreut werden, danke!   :-)

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